Gruppenbild mit Lautsprecher

Contestbericht 2012

 

Hier nun endlich der Bericht vom Contest. Nach dem Klick findet ihr zu jedem Lautsprecher eine kurze Beschreibung, das Ergebnis der Jurybewertung und eine Achsmessung mit eingefügter Nahfeld- und, wo vorhanden, Portmessung.

Viel Spaß beim Lesen!

 

 

Los ging es mit der Little Harry TB AL. Ihr Entwickler tiefton konnte leider nicht anwesend sein, daher gibt es kein „Kuschelbild“, sondern eines von der Jury bei der Arbeit. Im Bild unten werden grad Design und Fertigung beurteilt. Während der eigentlichen Klangbeurteilung durfte sich außer der Jury niemand im Raum aufhalten. Die Aufstellung des Lautsprechers hat übrigens Oldie für tiefton übernommen. Schließlich dürfte er die Kleine auch quer durch die Republik kutschieren.

Bei der Little Harry TB AL handelt es sich um eine geschlossene Zweiwege-Box, daher zeigt die Messung rechts auch lediglich die normale 0°-Messung mit eingefügtem Nahfeld.

Zum Einsatz kamen:

1*Tangband W4-1974
1* Tangband TB25-1744S

Die Jury bewertete die Little Harry TB AL mit der Note 2,65. Dies ergab den 8. Platz und brachte tiefton den traditionell für den Letztplatzierten ausgeschriebenen 150€ Mundorf-Gutschein ein.

die Jury im Hörraum mit der Little Harry TB AL

die Jury im Hörraum mit der Little Harry TB AL

Little Harry TB AL mit Nahfeld

Little Harry TB AL mit Nahfeld

 

 

 

 

 

 

 

Mit der Julia vom Entwickler Rheinhessen-Jones folgte dann ein etwas größeres Kaliber: eine ausgewachsene drei-Wege-Standbox in vollständiger pseudo-d´Appolito-Anordnung:

Tiefton: 2* VisatonWS 170S
Mittelton: 2* Visaton W 100s
Hochton: 1* Visaton G20SC

Die Messung weist die Julia als recht linearen Lautsprecher aus. Die Jury bewertete mit einer 2,08, was den 3. Platz bedeutete.

Rheinhessen-Jones mit seiner Julia

Rheinhessen-Jones mit seiner Julia

 

Julia mit Port

Julia mit Port

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit Hoschibills Brüllwürfel gab es wieder was Kleines. Aber so klein, wie er aussieht, spielt er eigentlich gar nicht. Verwendet wurden ein modifizierter Eminence Beta 8 mit einem ebenfalls modifizierten  Monacor MRD-34PA am integrierten Horn. Jetzt sollte man meinen, dass so ein Hörchen ganz schön verfärbt. Doch weit gefehlt. Hoschibill hat den kleinen Schreihals prima in den Griff bekommen, was ihm eine Gesamtnote von 2,36 und den 6. Platz sicherte. Im Innenhof des Brieden-Verlages mit einer Wand im Rücken klang die kleine Bassreflexbox übrigens noch deutlich ausgewogener als bei der freien Aufstellung im Hörraum.

Hoschibill und der Brüllwürfel

Hoschibill und der Brüllwürfel. Ich hatte ihm gesagt, dass er mit seiner Box schmusen soll und er tuts 😉

 

Brüllwürfel mit Port

Brüllwürfel mit Port

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Jüngste Teilnehmer, Dommii, rückte mit seiner Männerbox 3.0 an. Ein Trumm von einem Lautsprecher, bei dem einige von uns schon beim Ansehen feuchte Augen bekamen. Es handelt sich um ein geschlossenes Aktivsystem, dass bei ihm zu Hause in 15m² läuft. Für die Bewertung hat er das Setup beibehalten und lediglich die Raumkorrektur deaktiviert. Die Bassabstimmung, die bis auf 20Hz entzerrt, den Bass aber ab 45Hz mit 6dB pro Oktave aus dem Rennen nimmt, passte dann auch nicht auf den K&T-Hörraum. Dieser braucht logischerweise etwas mehr Energie im Bass als ein 15m²-Zimmer. Den Hörparcours schüttelte die Männerbox mit einigen Fehlern aus dem Ärmel, was ihr eine 2,40 und den 7. Platz einbrachte. Kurzerhand wurde besprochen, dass wir uns die Kiste am Sonntag nochmal vornehmen. Soviel sei gesagt: nach der erneuten Abstimmung auf der Wiese wäre sie wohl deutlich weiter vorn gelandet.

Dommii und die Männerbox 3.0

Dommii und die Männerbox 3.0

Männerbox 3.0 mit Nahfeld

Männerbox 3.0 mit Nahfeld

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Oldie hat bereits das zweite Mal den Weg von München in den Pott gefunden und auch diesmal gab es Spanplatte roh. Allerdings mit gespachtelten Fasen, die bei dem ein oder anderen Helfer zu leichten weißen Spuren auf dem Shirt geführt haben. Bei der MiTaMo handelt es sich um eine Bassreflex-Box. Von den verwendeten Chassis verdient vor allem die tolle Mitteltonkalotte (Tangband TB75DT) eine gesonderte Erwähnung. Es ist immer wieder beeindruckend, wie lässig Kalotten im Mittelton aufspielen. Auch sonst kann man der Box keine größeren Fehler nachsagen und wenn nicht der linke Hochtöner defekt gewesen wäre, was sich durch leises Kratzen bemerkbar machte, hätte es sicher für mehr als eine 2,12 und den 4. Platz gereicht.

Oldie und die MiTaMo

Oldie und die MiTaMo

 

MiTaMo mit Port

MiTaMo mit Port

 

 

 

 

 

 

 

 

Leider hatte auch die InDiBa 16.2 mit einem Defekt an einem Hochtöner zu kämpfen. Anderenfalls hätte es auch hier für eine bessere Note als 2,22 gereicht. Neben dem Tangband-Coax W5-1701 kamen hier pro Seite 16 Tasa 0011-Treiber als Dipol zum Einsatz. Ein auch handwerklich wunderschöner Lautsprecher, der – trotz des Defektes – den Titel Bauchsieger mitnehmen durfte. In der objektiven Bewertung reichte es für den 5. Platz.

Gnom52 mit der InDiBa 16.2

Gnom52 mit der InDiBa 16.2

 

InDiBA 16.2 ungefenstert 1/3 Oktave Glättung

InDiBA 16.2 ungefenstert 1/3 Oktave Glättung

 

 

 

 

 

 

 

 

Man könnte sagen: er kam, sah und siegte. Gazza trat das erste Mal zum Contest an und das mit seinem ersten selbstentwickelten Lautsprecher, der Glasgow. Dass er gleich eine Gesamtwertung von 1,86 und damit den Gesamtsieg erreichen konnte hat er sich wohl im Vorfeld nicht träumen lassen. Ob da wohl auch das unauffällig türkisfarbene Bassreflexrohr eine Rolle spielte? Man weiß es nicht und zum Glück liegt es hinten an der Box. Sonst war die Optik jedenfalls in Ordnung. Die Messung weist einen starken Anstieg im Superhochton aus, was ihr von einem Jurymitglied als Bauchnote eine 5 einbrachte. Da war der Betreffende wohl etwas empfindlich, gell?

Gazza und die Glasgow

Gazza und die Glasgow

 

Glasgow mit Port

Glasgow mit Port

 

 

 

 

 

 

 

 

Last but not least folgt die Monator. Ein sehr stimmiger Lautsprecher, der an einigen Stellen minimal angestrengt klang. Als Ursache vermutete die Jury den kleinen SPX-30M. Der Tip an den Entwickler Faderlezz lautete dann auch, einen zweiten in d´Appolito-Anordnung zu verbauen. Im Gespräch am Sonntag kündigte er noch eine Anpassung der Bassabstimmung an, wovon ihm abgeraten wurde. Der Bass ist zwar nicht abgrundtief, aber frei von jeglichen Übertreibungen und sehr präzise. Jede tiefere Abstimmung würde wohl eher zu mehr Problemen führen als zu helfen. Zudem vermisst man den Tiefgang bei normalem Musikmaterial überhaupt nicht, sodass die Jury eine 1,94 und damit den 2. Platz vergab.

Faderlezz mit der Monator

Faderlezz mit der Monator

Monator mit Port

Monator mit Port

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das waren auch schon alle Teilnehmer. Eine Übersicht über das Ergebnis findet ihr hier: Contestergebnisse 2012

Eine Kleinigkeit fehlt noch: wer hat denn nun welchen Preis abgestaubt?

Gazza: Monacor RBT-1000
Faderless: Gutschein Blueplanet
Rheinhessen Jones: Gutschein ASE Lommersum
Oldie: Kirchner ATB PC
Gnom32: Gutschein Strassacker über Audaphon TWS 30/4
Hoschibill: Monacor MSH-115HQ
dommii: Mivoc XAW 320 HC
Tiefton: Gutschein von Mundorf

Die Preise wurden uns auch dieses Jahr wieder von den genannten Firmen zur Verfügung gestellt. Bis auf den Gutschein der Firma Mundorf, die diesen grundsätzlich dem Letztplatzierten zur Verfügung stellt, wurden die Preise ausgelost. Mehr Infos zu den Preisen und den Spendern findet ihr bei „Unterstützer des Contest„.

Zum Abschluss noch ein Bild von der Jury und eines von den Entwicklern mit ihren Lautsprechern.

DIe Jury

DIe Jury

Gruppenbild mit Lautsprecher

Gruppenbild mit Lautsprecher

 

 

 

 

 

 

Eins haben wir noch und zwar von Alex im Messraum:

Alex bei der Messvorbereitung

Alex bei der Messvorbereitung

 

Erstmalig stellen wir dieses Jahr eine Erläuterung zu den Bewertungskriterien zur Verfügung: Bewertungskriterien

Die Dokus zu allen Contestlautsprechern findet ihr hier: Dokus der Contestlautsprecher

Und die Messungen, samt einer Erläuterung des Messprozederes, gibt es hier: Messungen vom Contest 2012

Weitere Bilder und einen kurzen Bericht zum Treffen am Sonntag hat BertramXXL im DIY-Hifi-Forum eingestellt (um Bilder im DIY-Hifi-Forum sehen zu können ist eine Anmeldung notwendig).

Noch mehr Bilder findet ihr in der Galerie von Alex.

Einen schönen Bericht vom Treffen hat nada-san, alias ohrwek auf tumblr gepostet: IGDH Selbstbaucontest 2012 

Auch wenn es ein anstrengendes Wochenende war, hat es uns einen unglaublichen Spaß gemacht und, soviel kann ich jetzt schon sagen, wir sehen uns wieder! Spätestens nächstes Jahr zu Contest und Forentreffen 2013 oder vielleicht auch schon zwischendurch bei einem kleinen Battle. Ihr wisst nicht, was ein Battle ist? Davon hatten wir gleich zwei: den MaxiAL-Battle (siehe dazu auch die Klang und Ton 2/2012 ab Seite 26) und den 75-Battle (um Bilder im DIY-Hifi-Forum sehen zu können ist eine Anmeldung notwendig).